Wer bietet Steuedienstleistungen an?

Die interessante Arbeit des Steuerberaters

Wer über ein entsprechendes Einkommen verfügt oder sein Unternehmen finanziell optimal aufstellen möchte, benötigt einen guten Steuerberater. Er kennt sich in der anspruchsvollen Materie hervorragend aus. Mit seiner umfassenden Kompetenz löst er jedes steuerrechtliche Problem. Gleichzeitig verhandelt er mit dem Finanzamt und kann als Gutachter vor Gericht auftreten.

Seine Ausbildung ist so anspruchsvoll wie sein Berufsbild. Wer Steuerberater werden will, hat verschiedene Möglichkeiten. Viele wählen den Weg über die Ausbildung zum Steuerfachangestellten. Wurde diese erfolgreich bestanden, muss der Mitarbeiter noch zehn Jahre Berufspraxis in diesem Bereich vorweisen. Macht er zwischenzeitlich den Bilanzbuchhalter, werden ihm drei Praxisjahre erlassen. Das Gleiche gilt für Steuerfachwirte, die von der Finanzverwaltung für die gehobene Laufbahn ausgebildet werden. Erwirbt der Interessent beispielsweise ein Hochschuldiplom in den Fächern Jura, Betriebs- oder Volkswirtschaftslehre, benötigt er im Anschluss nur zwei Jahre Berufspraxis.

Sobald er die vorausgesetzte praktische Erfahrung erlangt hat, kann er sich zur Prüfung anmelden. Er sollte zuvor jedoch einen Vorbereitungskurs für Steuerberater durchlaufen. Diese dauert ungefähr ein bis zwei Jahre.

Hat der Absolvent die Prüfung vor der Kammer erfolgreich bestanden, folgt die Selbstständigkeit. Danach arbeitet er mit eigenem Stempel in seiner eigenen Steuerberaterkanzlei oder in einer Sozietät. Alternativ ist er als Angestellter in einem Unternehmen in der Funktion eines Abteilungsleiters tätig.

Zu seinen Aufgaben gehören beispielsweise die Finanzbuchhaltung sowie die Steuerberatung. Viele Unternehmen lassen ihre Finanzbuchhaltungen von einem Steuerberater erstellen. Die dazugehörigen Buchungen werden von den Steuerfachangestellten durchgeführt. Der Berater kontrolliert nur deren Arbeiten. Am Monatsende übergibt er seinem Kunden dann die Betriebswirtschaftliche Auswertung. Mit diesen Dokumenten kann er unternehmensstrategische Informationen aufbereiten, mit denen sein Mandant seinen wirtschaftlichen Erfolg signifikant verbessert.

Am Ende des Wirtschaftsjahres müssen die meisten Unternehmen einen Jahresabschluss aufstellen. Er besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und dem Lagebericht sowie den passenden Unterlagen. Diese Aufgaben überträgt der Unternehmer am besten seinem Berater, der wiederum mit dem Finanzamt in Verbindung tritt. Vor der Übergabe hat der Auftraggeber die betreffenden Dokumente jedoch handschriftlich zu unterzeichnen.

Neben der Finanzbuchhaltung und dem Jahresabschluss kann der Berater sich um alle steuerlichen Angelegenheiten des Auftraggebers kümmern. Hierzu ist er vom Gesetz her berechtigt. Außer ihm dürfen nur noch Fachanwälte für Steuerrecht und Wirtschaftsprüfer diese Funktionen übernehmen.

Zu den zentralen steuerrechtlichen Aufgabenstellungen zählen beispielsweise das allgemeine Steuerrecht sowie die Abgaben- und die Finanzgerichtsordnung. Schon während seiner Ausbildung und beruflichen Tätigkeit konzentriert er sich auf die Steuern vom Einkommen und Ertrag. Der Berater kann für seine Mandanten auch die Einheitsbewertung durchführen. Mit einer speziellen Software, die nur von Angehörigen dieses Berufsstandes eigenverantwortlich genutzt werden darf, erleichtern sich die Berater und ihre Mitarbeiter ihre Tätigkeiten.

Weitere Informationen finden Sie unter Oegerli / Kissling Treuhand AG.


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